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Stimmen aus der Bevölkerung 

Wir möchten Einheimische, Urlauber und Schliersee-Liebhaber zu Wort kommen lassen. Aus diesem Grund sammeln wir hier Stimmen aus der Bevölkerung.

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Appell Kaspar Hirtreiter
ehem. Gemeinde- und Kreisrat
Appell Martina Pomper 
1. Vorsitzende Skiclub Schliersee
Appell Bernd Mayer Hubner
Gemeinde- und Kreisrat Schliersee

Peter Seitz,  Schliersee, 09.04.24 Leserbrief per Mail

"Man fasst es nicht"

Das ist der immer wiederkehrende Spruch von Hansi Kraus in den Lümmel Filmen, wenn Situationen auftreten, die unverständlich sind. Seit vielen Monaten verfolge ich die Diskussionen um den Schlierseer Hof . Wie ist denn eigentlich der Begriff Heimat zu definieren? Was bedeutet denn „Da bin I dahoam“? Das ist doch ein Ausdruck von „Ich bin stolz auf meine Heimat, so wie sie ist“. Oder müssen wir die Heimat so abändern, damit sie profitabel ist für bestimmte Interessengruppen? Das wäre sehr bedauerlich und auch ein Schuss in den Ofen Wenn wir die Natur anpassen an die Wünsche von Investoren, für die die sicher nur der potentielle Gewinn interessant ist, wird unsere Heimat ihr Gesicht verlieren. Aber gerade, weil die Heimat so ist wie sie ist, kommen zu uns jedes Jahr viele begeisterte Gäste, die am liebsten nichts verändern wollten und die Natur genießen. Das kann man laufend nachlesen in den Internetforen, oder bei Spaziergängen um den See hören. Seit den Jahren der Gründung des Schlierseer Bauerntheaters durch meinen Urgroßvater Xaver Terofal um die Jahrhundertwende ist der Fremdenverkehr in Schliersee ständig gewachsen. Schliersee ist ein Markenzeichen für den Schutz der Landschaft und sanfter Umgang mit den Ressourcen. Verbesserungen sind allerdings immer möglich. Hier müssen wir besonders aufpassen. Ich kannte noch sehr gut die Besitzerin Annemarie Steiner des Schlieseer Hofs, Damals ein sehr gut geführtes Hotel und ein gutes Restaurant. Sie war ein unermüdlicher Motor und hat den Betrieb immer optimal geführt. Heute ist das Hotel runtergekommen, seit 30 Jahren wurde nichts investiert um es in Schuss zu halten. Die Bewertung im Internet spricht für sich selbst. Jetzt sollen über 55 Millionen vom gleichen Besitzer investiert werden um es komplett abzureißen und neu zu bauen. Woher kommt den plötzlich das viele Geld? Wer steckt als Investor dahinter? Mit welcher Rendite kann man in welcher Zeit 55 Millionen refinanzieren? Fachleute sagen das dauert 2 Generationen. Hat da mal der Gemeinderat nachgerechnet? Gewerbesteuer für die Gemeinde wird nur gezahlt, wenn ein Gewinn entsteht. Bis es soweit ist, werden alle Investitionen zunächst jahrelang abgeschrieben. Wo wird der Firmensitz des Investors/Betreibers sein? In Schliersee? Müssen wir da nicht im schlimmsten Fall mit einer Übernahme durch eine Investorengruppe rechnen, auf dem Level von Herrn Benko? Lernen wir nie aus Schaden? Wer sind die Investoren im Hintergrund. Das muss Herr Alwis offenlegen! Natürlich wäre ein vernünftig dimensioniertes schönes 5 Sterne Hotel an dieser Stelle wünschenswert. 116 Zimmer sind nicht die Voraussetzung um 5 Sterne Status zu erhalten und profitabel zu sein. Da geht die Beurteilung völlig anders. Vielleicht sollte die Familie Alwis mal eines der vielen Small Fine 5 Sterne Hotels of the World besuchen, die es überall auf der Welt gibt. Mit 50 Zimmern und erstklassigem Service werden sehr gute Preise erzielt. Sie wollen ja das beste Hotel in Deutschland bauen. Das lässt sich sicher auch besser finanzieren. Warum investiert Herr Alwis nicht in eine ordentliche Entkernung/Renovierung des Hotels und des Restaurants und eine sanfte Erweiterung des Spa Bereichs. Die Schlierseer Gastronomie braucht keine 2 Restaurants in dem Hotel, das würde ihnen ja das Geschäft wegnehmen. Der Parkplatz darf nach bayrischem Baurecht sowieso nicht bebaut werden, weil es ein Grundstück mit Seeanschluss ist. Warum sagt das die Gemeinde nicht? Auch Ilse Aigner konnte daran nichts ändern. Gott sei Dank. Da gibt es ganz viele Negativbeispiele auch am Tegernsee. Nur die Vernunft zählt! Es könnte was Schönes werden. Ein 5 Sterne Hotel mit 50-60 eleganten Zimmern. Mit einem Sterne Restaurant, einem eleganten Innenpool (der Schliersee ist ein toller Außenpool) und einem schönen Spa mit Sauna und Wellness und natürlich einem tollen Frühstücksbereich mit Seeblick und einem Biergarten am See Ein Hotel das 24 m hoch ist und 90m lang hat an dieser Stelle nichts verloren. Ein schrecklicher Gedanke für mich als gebürtiger Neuhauser der seit 76 Jahren seinen Wohnsitz in Neuhaus hat. Ich bin ganz sicher nicht gegen Fortschritt, das hab ich durch meine Tätigkeit in der angewandten Wissenschaft immer bewiesen , aber alle Innovation muss moderiert werden, sodass sie zu den Menschen passt und natürlich zur Natur die wir erhalten wollen. Peter Seitz

Maria Faltermann. Schliersee, 03.03.2024 Leserbrief Miesbacher Merkur

Theatralisch anmutenden Ausführungen

Nicht weiter gegen die Zukunft stellen; Leserbrief vom 28. Februar. Zu den beinahe theatralisch anmutenden Ausführungen des Herrn Bernhard Graßl bezüglich der Kritiker des Neubauvorhabens Schlierseer Hof verbleibt nur Nachfolgendes anzumerken: Einem Artikel des Miesbacher Merkur vom Februar darf man entnehmen, dass am Uferbereich in Rottach-Egern der Bau des Luxushotels Severin’s von Herrn Kurt Zech geplant ist. Herr Zech gilt als größter lmmobilienprojektentwickler Deutschlands und hat das Gelände in Bestlage mit bereits genehmigter Hotelplanung übernommen. Nach überarbeitetem Entwurf soll dort nun ein Fünf-Sterne-Superior-Hotel mit 56 Zimmern samt Wellness-Oase entstehen und wird als weiterer Hochkaräter im exquisiten Portfolio der Unternehmensgruppe prognostiziert. Die Rentabilität scheint hier also sehr wohl gegeben zu sein. Trotz der an die Umgebung angepassten Baugröße. Aus weiteren Quellen ist zudem zu ersehen, dass die gesamte Grundfläche, auf der das Projekt im Premiumsegment entsteht, etwa 6000 Quadratmeter beträgt. lm Vergleich hierzu soll auf dem kleineren Gesamtareal von etwa 5000 Quadratmetern des Schlierseer Hofs nun ein wesentlich größeres Bauwerk seinen Platz finden. Diese etwa 200-Betten-Burg mit unter anderem Beantragung einer Lautstärke von 95 Dezibel im Außenbereich mag vielleicht noch eine Option für den Ballermann sein – für Schliersee jedoch meines Erachtens nicht. Entweder wurde nun Herr Zech von besagter Zeitmaschine des oben genannten Leserbriefschreibers in die gleiche Epoche wie die dort stecken gebliebenen Schlierseer katapultiert, oder er hat eines gemeinsam mit diesen von Herrn Graßl als engstirnig, weltfremd, egoistisch und stur bezeichneten Einheimischen: den Weitblick für den Erhalt unserer wunderschönen Heimat. Fortschritt bedeutet nicht immer größer, höher und lauter, sondern manchmal auch kleiner, feiner und leiser. Maria Faltermann Schliersee

Monika Mangold. Schliersee, 03.03.2024 Leserbrief Miesbacher Merkur

Zunächst Vision für Schliersee erforderlich

In einem gebe ich Herrn Graßl Recht: Schliersee muss im 21. Jahrhundert ankommen. Aber dafür braucht es mehr beziehungsweise etwas anderes als nur ein neues Hotel. Dafür braucht es sanierte Straßen statt Schlaglochpisten, eine digitalisierte Verwaltung statt den Gang ins Rathaus für einen Pass. Und, wenn das Ortsbild modern werden soll, eine Gestaltungssatzung, die private Bauherren von den aktuellen Hand- und Fußfesseln befreit, ein modernes und ressourcensparendes Bauen zulässt, aber die um sich greifende Flächenversiegelung stoppt. Es bräuchte eine schön gestaltete Ortsmitte, ein Verkehrsleitsystem samt Parkraum-Management, das auch Einnahmen für die Gemeinde generiert. Und es bräuchte die grundsätzliche Akzeptanz aller, dass Schliersee mangels produzierendem Gewerbe vom Tourismus lebt. Gleichzeitig aber auch, welche Art von Tourismus man haben will, denn Landschaft und Natur sind das Kapital Schliersees, mit dem es sorgsam und überlegt umzugehen gilt. Es bräuchte erst einmal eine Vision, wie Schliersee im 21. Jahrhundert aussehen soll und dazu einen Bürgerdialog. Ich bin für ein neues, modernes Hotel oder eine Kombination aus saniertem Bestand und Neubau, aber ich bin gegen den geplanten wuchtigen Klotz an einer derart prominenten, das Ortsbild für Jahrzehnte prägenden Stelle. Was sich mir bisher nicht erschlossen hat, ist, warum genau dieses Hotel in seiner Dimension plötzlich alle Probleme Schliersees lösen können soll? Monika Mangold Schliersee

Anneliese Schröder, Schliersee, 21.02.2024, Leserbrief Münchner Merkur

Luxusbunker vergrault Stammgäste

Stefanie Fischhaber: Wie viel Luxus verträgt der Schliersee?; Im Blickpunkt 17./18. Februar Auch ich gehöre zu den Einwohnern Schliersees, die den Hotelbau von 90 Metern Breite und 24 Metern Höhe an unserem kleinen Schliersee für viel zu überdimensioniert halten. Den Standort, direkt neben der begrenzten Ortsdurchfahrt, die jetzt schon ein Nadelöhr darstellt, halte ich für sehr problematisch. Überdies haben wir in Schliersee ein ganz anderes Klientel von Gästen, als im Tegernseer Tal. Die Leute, die zu uns in den Urlaub kommen, kommen genau deshalb, weil der Schliersee kleiner, gemütlicher, bezahlbarer und nicht so zugebaut ist, als das abgehobene Tegernseer Tal. Mehrere Leserbriefe von Schlierseer Stammgästen bestätigen das. Mag sein, dass Schliersee durch diesen Luxusbunker einige Gäste hinzugewinnt, aber dafür werden viele andere, insbesondere Stammgäste, vertrieben. Sollte sich die Gemeinde wirklich ernsthaft auf einen Konkurrenzkampf mit dem Tegernseer Tal einlassen, damit man sich dann als billiger Abklatsch der Lächerlichkeit preisgibt? Außerdem sollte sich die Gemeinde nicht auf einen Großinvestor verlassen, sondern sich auf sich selbst konzentrieren und ein Konzept erarbeiten, wie man den Ortskern wieder attraktiver gestalten kann, und zwar unabhängig von einer Wetteiferei mit dem Tegernseer Tal. Ich bin davon überzeugt, dass Schliersees Touristen sich mehr erwarten, als dass sie durch eine Markthalle spazieren können, die sich in einem Luxushotel, abgeschirmt vom Rest des Ortes, befindet. Die Gäste wollen ein attraktives Ortszentrum, mit verschiedenen Geschäften, zum Bummeln. Außerdem, wenn sich für die leer stehenden Geschäfte des Ortszentrums schon keine Betreiber finden, warum sollte es dann bei der hoteleigenen, geplanten Markthalle anders sein? Dass die einheimische Bevölkerung in irgendeiner verhältnismäßigen Art und Weise von diesem Monsterbau profitieren könnte, wage ich zu bezweifeln. In solchen Häusern ist es üblich, dass die Gäste rundum versorgt werden und den Bau solch eines Hauses haben unsere hiesigen Baufirmen vermutlich auch nicht im Kreuz. Die Betreiber wollen das „begehrenswerteste Hotel Deutschlands“ bauen. Wollen sie sich ernsthaft etwa mit Schloss Elmau messen? Was den Wellnessbereich des geplanten Hotels betrifft, gut und schön, wenn der tatsächlich auch der Allgemeinheit zur Verfügung stehen sollte, aber Schliersee hat bekanntermaßen bereits einen öffentlichen Wellnessbereich im Kurzentrum, als besagte Schlecht- Wetter- Alternative. Will die Gemeinde sich, als Betreiber, da etwa selbst eine Konkurrenz schaffen? Bereits bei der Umgestaltung des Geländes von Gut Kaltenbrunn wurde der Bevölkerung von den Machern versprochen, dass ein familienfreundlicher Biergarten für die Allgemeinheit geschaffen wird. Das klang gut, die Realität sah dann allerdings so aus, dass dieser Biergarten, auch in den Hochsommern der letzten Jahre und auch schon vor der Coronazeit dauerhaft geschlossen war. Im Fall des geplanten Hotels für Schliersee klingt jetzt schon nichts gut, wie soll dann erst die Realität aussehen? Anneliese Schröder Schliersee

Dr. Karl Hofmann, 28.02.2024, Leserbrief Münchner Merkur

Bodenständige Architektur

Stefanie Fischhaber: Wie viel Luxus verträgt der Schliersee?; Im Blickpunkt 17./18. Februar Der hässliche Beton-Glas-Klotz, der das alte Hotel ablösen soll, gehört zu den typischen Entgleisungen in unserer Architektur. Es stellt sich nicht die Frage nach Luxus, sondern nach Qualität! Es gibt zahlreiche gute Beispiele gelungener, auch moderner alpenländischer Architektur. Die Fachleute diskutieren längst schon über Sanieren statt Abreißen, weil die Neubauten vielfach nur die Vorstellungen von Baukaufleuten widerspiegeln. Und nach Aussage kompetenter Fachleute darf eine gut geplante Sanierung nicht mehr als zwei Drittel eines Neubaus kosten. Erfreulicherweise zeichnet sich ein Bürgerbegehren gegen die Verschandelung dieses herrlichen Erholungsgebiets am Schliersee ab. Sogar die Deutsche Umwelthilfe in Berlin hat jetzt einen bundesweiten Aufruf erlassen, dass „absurde Abrisse“ dokumentiert werden sollen. Das größte Kapital unserer Region ist die noch intakte Landschaft und die bodenständige Architektur. Dr. Karl Hofmann

Dr. Lothar Waas, Schliersee, 27.02.2024, Einreichung via Email

Schöne neue (Touristen-)Welt......

Nahezu zwei Stunden lang war am ersten Informationsabend (22.02.24, 18.30 Uhr) durch die Familie de Alwis, die Hotelbetreiber, vom geplanten Neubau des Schlierseer Hofs die Rede. Die meiste Zeit dabei von dem, was das neue Hotel seinen Gästen bieten würde, die wenigste Zeit von dem, was der Neubau den Schlierseern und allen Touristen zumuten dürfte, die das Orts- und Landschaftsbild von Schliersee in ihrer bisherigen Einmaligkeit lieben. Kurzum, über alesl das, worum es eigentlich hätte gehen müssen, um als Schlierseer Bürger im Hinblick auf den Bürgerentschied auch seitens der Hotelbetreiber unterrichtet zu werden, erfuhr man nichts. Die Kosten für eine Visualisierung der gewaltigen Straßenfront, die der Schlierseer Hof als Neubau bilden würde, waren der Familie de Alwis offenbar zu hoch und die vermeintliche Schauseite des Neubaus präsentierte man so, als stünde das Hotel völlig singulär in der Landschaft herum. Anderenfalls wäre eben die Gefahr viel zu groß gewesen, sich und seinem Anliegen einen Bärendienst mit dem Informationsabend zu erweisen. Da hielt man es schon für klüger, für den überdimensionierten Neubau mit dem Argument zu werben, anderenfalls würde mit dem Hotel auch der Ort (endgültig) sterben. Da gleichzeitig aber auch davon die Rede war, welch’ vielfältiges Leben sich im neuen Hotel nicht nur für dessen Gäste abspielen könnte (Handwerker, die zum Stehkaffee vorbeikämen oder ihr abendliches Bier dort trinken könnten; die geplante Markthalle, wo regionale Produkte für den Straßenverkauf angeboten würden; der Zugang für Einheimische zum Wellness-Bereich u. ä.m.), wurde im Eifer des geschäftigen Werbens nicht einmal bemerkt, daß man unter dem Strich die Botschaft ausgab: Damit Schliersee nicht (endgültig) sterbe, müsse sich das zukünftige Schlierseer Leben vor allem im neuen, alle bisherigen Bauproportionen sprengenden Schlierseer Hof abspielen, auch wenn dies für das Orts- und das Landschaftsbild von Schliersee den Ruin bedeuten würde. Vielen Dank für diese schöne neue (Touristen-)Welt! Dr. Lothar Waas, Schliersee

Hildegard Nachtweyh  15.02.2024, Einreichung Kontaktformular

Ausverkauf unserer wunderschönen Heimat......

Sehr geehrter Herr Dr. A. v. Schloer, sehr geehrte Damen und Herrn, ein Hotelkomplex dieser Größenordnung ist ein Verbrechen an unserer reizenden Landschaft und der Umgebung des Sees . Der noch einigermaßen erhaltene, intakte dörfliche Charakter, der ja schon durch den Verkauf des Hauses Siebzehnrübl weit blicken ließ, was sich verändern sollte, konnte man fast erahnen. Ausverkauf unserer wunderschönen Heimat wie am Tegernsee, diese Bauweisen in unserer anheimelnden Landschaft gehören einer glatten Absage. Es sollte erst einmal dafür gesorgt werden, dass auch Gäste wieder in Schliersee was zum schauen an Geschäften und die Möglichkeit haben außer Lebensmittel, Geschenkartikel und Handwerkskunst die anderswo gekauft wird sehen zu können. In Schliersee gibt es kaum Geschäfte, aber Ferienwohnungen genug, wobei unsere Gäste anderswo hinfahren um schöne Dinge zu kaufen. Wir leben in Fischbachau und wir erleben Gäste die unser Dorf und die Ruhe lieben, sowie die schönen Bauernhäuser in unserer Gegend. Große, hässliche, überdimensionale Gebäude haben viele Gäste daheim die brauche sie nicht auch noch in einem so wunderschönem Oberland. Mit freundlichen Grüßen Hildegard Nachtweyh, Fischbachau

Kerstin und Bernd Müller 09.02.2024, Einreichung Kontaktformular

Wenn Mauern reden könnten......

Message: Wenn Mauern reden könnten … 2007 haben wir es gefunden, dass für uns schönste Fleckchen der Erde, wo es uns seitdem mehrfach im Jahr hinzieht, wo wir uns wohl fühlen und wo Werte und Traditionen gelebt und geschätzt werden. Wir wohnen in einem wunderschönen Gästehaus direkt am See, mit dem traumhaftesten Ausblick den man sich nur vorstellen kann. Wir fahren in die Natur um sie wahrzunehmen und zu genießen. Wir haben neue Freunde gefunden, die uns sehr wichtig sind und freuen uns immer auf gemeinsame schöne Zeiten am Schliersee. Ein Strohhalm, an den man sich in unruhigen Zeiten gerne klammert. 2020 Corona, 2022 Krieg in Europa, Klimakrise. All dies nimmt Einfluss auf unsere wunderbare Natur, unsere Kultur und unsere Werte. Die wollen wir schützen und nicht zerstören. Wir sollen Nachhaltig leben … wir hören es jeden Tag. Ja, damit sind wir vollkommen einverstanden. Wir wollen unsere Natur, unsere Kultur und unsere Werte schützen. Unsere Eltern und Großeltern haben es uns vorgelebt. Nach den schwierigsten Zeiten, die wir zum Glück bis heute nicht erleben mussten, dem 2ten Weltkrieg. Wir wollen gleiches für unsere nachfolgenden Generationen tun. Nachhaltigkeit ist nichts Neues, man muss nur das was man hat wertzuschätzen wissen. Die Mauern des Schlierseer Hofs und Siebzehnrübl haben eine Geschichte und sollten nicht einfach aufgrund mangelnder Kreativität eingerissen werden. Seine große Liebe tritt man doch nicht mit Füßen, sondern trägt sie auf Händen. Wie kann es sein, dass man so einen wunderschönen Ort Schliersee mit drei optisch so einfallslosen Megagebäuden verunstalten möchte? Wer benötigt an einem Idyllischen See einen Megakomplex, für den zusätzliche Naturflächen mit Beton verdichtet werden? Hier muss man sich die Frage stellen, mit welchen Hintergedanken der Gemeinderat einem solchem Bauvorhaben seine Zustimmung gegeben hat. Uns fehlt bei diesem Bauvorhaben jegliche Liebe und Wertschätzung zu einem wunderschönen Ort, an einem wunderschönen See, von dem man sich wohl nun langsam verabschieden muss. Wir finden das sehr traurig und hoffen, dass das Bürgerbegehren nicht ungehört und unberücksichtigt bleibt. Wir hoffen von Herzen, dass das Bauvorhaben für die nachfolgenden Generationen der Schlierseer nochmal überdacht wird, und nicht am Ende ein deutsches Mallorca entsteht. Wir wissen Schliersee sehr zu schätzen, mit den herzlichsten Grüßen aus Erkrath, Kerstin und Bernd Müller

Bernd Sommer 14.01.2024, Einreichung Kontaktformular

Sich selbst kannibalisierender Tourismus

Meine Frau und ich haben mehrfach wunderschöne Urlaube am Schliersee verbracht und im Hotel "Schlierseer Hof" übernachtet. Von den aktuellen, öffentlich diskutierten, Plänen zum Bau eines "Megahotels" haben wir durch die Presse Kenntnis erlangt. Aber bereits während eines längeren Aufenthaltes im Jahr 2021 hatte ein Manager des Hauses uns gegenüber das aktuell diskutierte Projekt mehrfach enthusiastisch umschrieben und in den höchsten Tönen beworben. Schon damals haben wir unsere begründete Skepsis argumentativ, auf dem Hintergrund umfangreicher und professioneller touristischer Erfahrung weltweit, dargelegt. Die Umsetzung der nun bekannt gewordenen konkreten Pläne eines "Megahotels" würde eine der schönsten Landschaften Bayerns verunstalten, durch einen irrationalen Zersiedlungsakt das einmalige Landschaftsbild um den See zerstören, sowie typischen Charakter und Charme des Ortes schädigen. Recht haben die Hoteliers hinsichtlich des zum Teil (!) beklagenswerten Ist-Zustandes des Hauses. Zu behaupten, als Konsequenz hieraus würde nur eine Option bestehen - nämlich die Erweiterung des Anwesens zu einem überdimensionierten Bauklotz - ist weder logisch, noch nach touristischen Aspekten zielführend. Stattdessen plädieren wir, wie die örtliche Bürgerinitiative, für einen Um- und teilweisen Neubau des Hauses. Durch Beseitigung baulicher Mängel sowie Freiräumung des durch Hütten, löchrigen Böden und Grillstellen verunstalteten Gartens ist eine Modernisierung möglich. Einem Hallenbad oder beheizten Pool, der Installation eines Wellnessbereiches in angemessener Größe bei gleichzeitiger Erhaltung der schönen traditionellen Räume, des Biergartens und des unverbauten Seezuganges stünde nichts im Weg. Die Umsetzung des aktuell umstrittenen Projektes eines "Megahotels" hingegen würde Fehlentwicklungen an anderen Orten wiederholen und auch in Schliersee die Selbstkannibalisierung touristischer Strukturen einläuten. Bereits auf mittelfristige Sicht würde Schliersee Gäste verlieren, das in-house-concept würde das örtliche Gewerbe schädigen und der Blick auf Schliersee vom gegenüberliegenden Ufer aus hätte seinen Reiz verloren. Ein "Megahotel" in Schliersee ist das Gegenteil von Fortschritt - es sei denn, man arbeitet mit dem Fortschrittsbegriff der 50er Jahre des letzten Jahrhunderts. Intelligent und smart aber wären maßvolle Um- und Neubaumaßnahmen für ein Haus im höheren Preissegment. Auch als Baden-Württemberger hat man das Recht, für den Erhalt der schönen Landschaften und Orte Bayerns zu werben. Bernd und Eva Sommer, Heilbronn

Bernd Fink 09.01.2024, Einreichung Kontaktformular

Neubau Luxushotel Schliersee

Sehr geehrte Damen und Herren! Es ist mir ein Anliegen, als Tourist (Jahre langer Urlaub mehrmals im Jahr am Schliersee) mein Statement zum Neubau dieses Luxushotel, weichend zum Hotel ' Schlierseer Hof ' abzugeben. Zum einen als Tourist und für die Gemeinde Schliersee. Mein Vorhaben ist ein Leserbrief aus Sicht eines Touristen, der Jahrelang mehrmals im Jahr an den Schliersee kommt, um die schönsten Tage im Jahr, seinen Urlaub dort verbringt. Schliersee ist eine Oase für uns Touristen, die eine Ruhe und das ursprüngliche Bayern ausstrahlt. Aus vergangenen Fehlern wie zb.Tegernsee, Zell am See, Hinterglemm in Österreich und nicht zu vergessen Arenal auf Mallorca, waren die ' Vor Reiter ' dazu, was Hotel komplexe und Neubauten dieses, die mit ihrer überdimensionierte Bauliche Art das Bild zerstörte. Solche Komplexe ziehen auch und dazu stehe ich, ein ganz anderes Klientel an Touristen an, die mit dem,sagen wirs direkt, den Normalen Touristen nicht gleich kommt. Auch oft dort, wo Geld keine Rolle spielt und direkt gesagt - WO ALADIN LEBT - Gerade dieses schreckt den ' Normalen ' Touristen ab. Schliersee bietet bei der Einfahrt aus Miesbach kommend ein durchaus Bedenkliches Bild. Ich nehme mir diesen Satz heraus und spreche die Ruine ' Alte Post ' an. Mit bissel Wasser um die Fenster mal strahlen zu lassen dieses und paar Reinigungen an der Fassade mit paar Blumen, die nicht die Welt kosten, würde die Zufahrt nach Schliersee schon für den Touristen besser aussehen. Kaum an dieser leider herunter gekommen Baulichen Substanz dieses ehemaligen Hotel ' Zur Post ' gelangt man auf direkten Weg und Blick zu diesem angedachten Neubau Komplexen vormals ' Schlierseer Hof '. Es erschreckt einem, der ein Mauerwerk vorfindet, dass weit über das Hauptschiff der St. Sixtus ragt. Klar befinden wir uns ALLE im Umschwung der Zeit und damit die verbunden Baulichen Style der Neuzeit. Aber genau dies sollte doch auch den nachkommen nicht verwehrt werden, unser Schliersee als Ort der für Oberbayern spricht nicht zu ' verschandeln '. Schliersee ist nicht groß, der See überschaubar und gerade deswegen, sollte der Schliersee NICHT als kleiner Swimmingpool wirken, wenn so ein Gebäude Komplex am See ufer Einzug hält. Schliersee sollte auch unsere Nachkommen sprich Nachwelt ein unvergesslich schöner Ort bleiben, der Bayern von einer seiner schönsten Seiten zeigt. Für diese und vorallem ehrliche Worte in diesem Schriftstück an Sie, stehe ich mit meinem Namen. Ich spreche es als Tourist aus der schon Jahrelang und am Schliersee seinen Urlaub verbringt, wie es zu Lebzeiten meine Eltern schon getan haben. Vielen Dank, dass ich Ihnen mein Statement zu der anstehenden Sache ' Neubau Luxushotel Schliersee ' machen durfte und konnte ! Mit freundlichen Grüßen aus Grossostheim/Aschaffenburg Bernd Fink

Franz Schweitzer,  21.12.2023, Miesbacher Merkur

Zur laufenden Berichterstattung und den Leserbriefen zum Schlierseer Hof

Sehr geehrte Frau Lawson, Ihr Leserbrief zum aktuellen Bürgerbegehren in Schliersee begann zunächst mit einem Lobgesang auf Familie de Alvis und mündete letztlich in eine lange Aufzählung von Umständen, die Ihnen vor Ort nicht gefallen. So sei das Hotel Schlierseer Hof renovierungsbedürftig, ja abrissgefährdet. Hinsichtlich des geplanten Neubaus betreibe der Gemeinderat eine Verzögerungstaktik. Die Bürgerinitiativler würden miesepeterig herumkritteln und nichts von „kultivierter“ Streitkultur verstehen. Der Gasthof zur Post sei ein vor sich hin gammelnder Schandfleck. Ferner hätten Sie viel zu lange auf die Vitalwelt warten müssen. Noch schlimmer: Schliersee hätte keinen Kurstatus, zudem fehle eine Ortsumfahrung, und Drogerie gebe es auch keine. Bei so viel Frust sei die Frage erlaubt: Wie können Sie es bloß in einer Gemeinde aushalten, in der Ihnen so viele Widrigkeiten das Leben schwer machen? Warum ziehen Sie nicht an einen Ort, der Ihren Ansprüchen gerecht wird, und nehmen Familie de Alvis am besten gleich mit? Vielleicht können diese das Super-Hotel mit Klasse dort eröffnen und den Gästen gute touristische und gastronomische Werte bescheren. Über Letztere konnte sich übrigens ein jeder in den letzten Jahren persönlich ein Bild machen beziehungsweise umfassend informieren auf den Bewertungsportalen im Internet.

Horst Teckhaus,  21.12.2023, Miesbacher Merkur

Zur laufenden Berichterstattung und den Leserbriefen zum Schlierseer Hof

Für einen Hotelneubau dieser Größenordnung ist eine Abstimmung durch die Schlierseer Bürgerschaft unerlässlich. Ein Projekt, das in seinem Ausmaß das Ortsbild entscheidend dominieren wird und von anderen Investoren als Präzedenzfall für ähnlich große Bauten herangezogen werden kann, würde das Gesicht Schliersees und die traditionelle touristische Ausrichtung weitreichend verändern. Eine solch wichtige Entscheidung sollte nicht allein vom Gemeinderat entschieden werden. In dem von der Bürgerinitiative angestoßenen Bürgerbegehren geht es im ersten Schritt „nur“ darum, die Bürgerschaft über das Projekt abstimmen zu lassen (Bürgerentscheid). Es geht also um nichts weniger als die Einleitung eines basisdemokratischen Prozesses. Hierzu werden 706 Stimmen benötigt. Man legt sich beim Unterschreiben auf den in Schlierseer Geschäften ausgelegten Listen also noch nicht fest, ob man für oder gegen den Mega-Hotelneubau ist. Dies geschieht (nach Erreichen des Quorums, der Prüfung und Genehmigung des Bürgerentscheides) vermutlich erst im Frühjahr. Dann kann der Bürger einzig und allein nach Herz und Verstand mit seiner Stimmabgabe an der Wahlurne entscheiden. Es wäre wünschenswert, wenn sich die Schlierseer Bürger eingehend mit diesem so wichtigen Thema kritisch auseinandersetzen. Wir haben das außerordentliche Glück, in einer Demokratie leben zu dürfen. Lassen Sie uns einander zuhören. Lassen Sie uns unterschiedliche Ansichten und Meinungen vertreten und lassen Sie uns vor allem auf die Wortwahl achten. Beschimpfungen und Drohungen (leider schon vorgekommen) führen zu Spaltung und Feindseligkeit. Es wird von verschiedenen Personen behauptet, dass bei den Ausführungen der BI Fehler vorhanden seien. Nach Rückfragen konnte keiner dieser Bürger konkret einen solchen benennen geschweige denn belegen. Hilfreich wäre es, wenn der Hotelbesitzer seine Pläne öffentlich auslegen würde, was er aber trotz mehrmaliger Anfragen nicht möchte. Auch hat vor der Listenauslegung ein intensiver Gesprächsaustausch mit ihm stattgefunden, was ihn aber nicht zum Einlenken bewegt hat. Horst Teckhaus, Architekt und PWG-Gemeinderat Markt Schliersee

Leserbrief Ludwig Pschierl, 21.12.2023, Miesbacher Merkur

Zur laufenden Berichterstattung und den Leserbriefen zum Schlierseer Hof

Geplant wurde ein überdimensionaler, unsäglich hässlicher Bauklotz ohne jegliche architektonische Details, der seinen symbolträchtigen, riesigen Schatten schon jetzt vorauswirft und der mit Sicherheit einige Jahre Bauzeit erfordert. Die dafür geplanten 55 Millionen werden garantiert nicht dafür ausreichen. Es können Wetten abgeschlossen werden, dass die Kosten das Drei- bis Zehnfache übersteigen. Woher kommt denn eigentlich das Geld? Am Ende wird der Bau niemals fertiggestellt und bleibt uns womöglich als Ruine erhalten, in der man im äußersten Falle nicht einmal mehr Flüchtlinge unterbringen kann. Die Schönheit eines Ortes wie Schliersee ist nun mal sein Erscheinungsbild mit denkmalgeschützten Häusern und einladenden Gaststuben. Das Versprechen, „dass ein Super-Hotel den Schlierseern gute touristische und gastronomische Verhältnisse bescheren wird“, kann uns nicht blenden: Schliersee ist ohnehin schon (über-) reichlich mit Gästen gesegnet. Einheimische Bürger, Gruppen oder örtliche Vereine meiden den Schlierseer Hof. Vielleicht liegt es auch daran, dass man dort die höchsten Preise des gesamten Ortes verlangt. Eine Halbe Weißbier kostet 5,20 Euro, im Biergarten 5,80 Euro. Das ist im Vergleich zu anderen Gaststätten und Hotels ein Aufpreis von 0,90 bis 1,90 Euro. Uns Schlierseern fehlt einfach der Platz für noch mehr Touristen. Das neue Hotelprojekt wird wohl nur Wohlhabende und Superreiche anziehen. So ein hohes Wirtschaftswachstum wie im Jahre 2018 wird es nicht mehr geben. So könnte dieser Plan für Natur, Umwelt und für uns Bürger einen nie da gewesenen Tribut fordern. Eine Eskalation ist vorprogrammiert. Elisabeth Lawson schrieb hier im Leserforum: „Der Hotelkomplex Schlierseer Hof in neuer Form wird niemals der Schönheit des Sees, dem gesamten Bergpanorama, dem wunderschönen alpenländischen Ort und schon gar nicht der um eventuell ein paar Meter (sechs Meter) kleineren Sixtus-Kirche Abbruch tun.“ Man darf nur ja nicht vom Bergpanorama aus auf den wunderschönen, alpenländischen Ort schauen, sonst... Ludwig Pschierl

Jochen Paulus, Alheim, 21.12.2023, Miesbacher Merkur

Zur laufenden Berichterstattung und den Leserbriefen zum Schlierseer Hof

Ein mutiger, ortsansässiger Hotelbetreiber möchte eine stattliche Summe Geld und Kapital in die Hand nehmen, um eine in die Jahre gekommene Hotelanlage abzureißen und ein neues, modernes und mit allem Komfort ausgestattetes neues Haus an gleicher Stelle zu errichten. So weit, so gut. Aber muss das ausgerechnet in Schliersee sein? Meine Frau und ich haben in Schliersee einen Platz gefunden, an den wir uns sehr gerne mehrmals im Jahr zurückziehen, um neue Kraft zu tanken und uns von dem immer anspruchsvoller werdenden Alltag zu erholen. Ich denke nicht, dass die geplante Hotelanlage diesen einmaligen Charakter Schliersees erhält und genau das schützt, was Schliersee ausmacht. Es gibt andere Orte und Stellen wie zum Beispiel rund um den Tegernsee, die besser geeignet wären. Ich kann mir sehr gut vorstellen, am Ende meines Berufslebens zusammen mit meiner Frau unseren Lebensabend in Schliersee zu verbringen. Denn schließlich haben wir dort letztes Jahr auch geheiratet. Aber ob wir dies auch tatsächlich realisieren werden, wird entscheidend vom Charakter des Ortes und seiner Struktur abhängen. Kommt Zeit, kommt Rat – und vor allem ein Bürgerentscheid mit dem Ergebnis einer für diesen einmaligen und wunderschönen Ort klugen innerörtlichen Entwicklung.

Leserbrief F.j. Schweitzer, 17.12.2023. Eingang über Kontaktformular

Die Emiratis haben den Burj Khalifa, der Welt höchstes Bauwerk

Die Emiratis haben den Burj Khalifa, der Welt höchstes Bauwerk…der Berliner Senat Europas größten Turmbahnhof...…und Familie de Alwis möchte nun ausgerechnet in Schliersee das „begehrenswerteste Hotel Deutschlands“ errichten. „Weltniveau“ muss es sein, drunter geht es nicht. Leider auf Kosten eines harmonischen Ortsbildes, das über Jahrhunderte hinweg entstandenen ist, inmitten der wunderschönen bayerischen Kulturlandschaft. So sollen auf einer viel zu kleinen Grundfläche – warum sonst müssten Teile des Sees überbaut werden - riesige mit Holzlatten verkleidete Betonklötze entstehen. Eine Bettenburg, die mit ungeheurer Wucht alle umgebenden Gebäude förmlich erschlagen und das Seepanorama auf ewig verschandeln wird. Direkt vor dem Hotel die stark befahrene Bundesstraße. Jeder Mensch mit einem ästhetischen Empfinden muss sich doch fragen: wo bitte bleibt bei dieser Dimension das feine Gespür für gesunde Proportionen? Gerade im Hinblick auf die Gebäudeanordnung in der Seestraße mit Sixtus-Kirche, Terofal, Bauerntheater, Zwitscherstüberl, etc. Vielleicht würde ein Wohlfühl-Hotel dem Schliersee und seinen Bewohnern ja tatsächlich guttun. Aber ausgerechnet an diesem Standort? Die Architekten können herumplanen wie sie wollen. Es ist und bleibt das falsche Haus am falschen Platz. Liebe Schlierseer lasst nicht zu, dass es bei Euch künftig so aussehen wird wie bei unseren österreichischen Nachbarn, von denen inzwischen viele erkannt haben, welch grobe Fehler durch schlechtes Bauen in der Vergangenheit gemacht wurden. Ansonsten heißt es „Freie Bahn“ für dieses Vorhaben getreu dem Motto: „Unser Dorf soll hässlich werden“.

Mitteilung anonymisiert 12.12.2023, Eingang über das Kontaktformular

Es ist schön das es Menschen gibt, die sich für den Ort einsetzen

Es ist mir wichtig, daß Schliersee nicht ein 2. Tegernsee, Bad Wiessee wird. Der dörfliche Charakter Schliersees geht immer mehr verloren, anstatt ihn herauszuheben. Sanfter Tourismus wäre für alle nachhaltiger als überdimensionierter, Tourismus, der vor allem Gutbetuchte anlocken soll. Viel wichtiger wäre endlich eine Ortsmitte zu schaffen mit Aufenthaltsqualität, die Schule wieder als solche zu installieren, eventuell mit Kinder—und Seniorengruppen beleben. Noch mehr hochpreisigen Tourismus und damit noch mehr Verkehr schadet mehr und nutzt nur dem Unternehmer. Vor allem die Dimensionen und das selbstverständliche Einvernehmen öffentlichen Grunds ist mir ein Dorn im Auge und entspricht nicht der Umgebung. Können sie mir bitte mitteilen, wo die Unterschriftenlisten aufliegen und bis wann sie abgegeben werden müssen. Ich bin froh, daß es Menschen gibt, die sich für den Ort einsetzen.

Leserbrief Monika Mangold 12.12.2023, Miesbacher Merkur

Miteinander ins Gespräch kommen

Schliersee ist Heimat, Urlaubsort und Businessmodell. Die, die hier leben, möchten den Ort weiterentwickeln, ohne ihn zu verschandeln. Die, die hier Urlaub machen, wollen eine schöne, nicht zubetonierte Landschaft genießen. Und die, die den Ort als Businessmodell sehen, sind gut beraten, nicht nur auf den eigenen maximalen Profit zu schauen, sondern auch die Bedürfnisse der anderen, die hier leben und arbeiten, zu berücksichtigen. Es geht nicht darum, einen Neubau zu verhindern, sondern darum, dass das vorgestellte Projekt in all seinen Dimensionen nicht an diese prominente, ortsbildprägende Stelle passt. Dass Holzfassaden nach wenigen Jahren grauschwarz werden, ist Fakt. Ich persönlich finde die vorgestellte tropfenförmige Holzfassade schön. Nur wenn man durch Schliersee geht, sieht man keine geschwungenen, sondern nur gerade Fassadenformen. Daher sollte auch die Fassade eines neuen Hotels zum Ort passen. Wie auf der Webseite des Bürgerbegehrens zu lesen ist, hat das Architektenforum Miesbacher Kreis Bedenken bezüglich der Maßstäblichkeit geäußert. Die renommierte Südtiroler Architektin Frau Wolf rät bei Bauvorhaben dazu, konstruktiv miteinander zu diskutieren. Das will auch die Bürgerinitiative und gibt sich viel Mühe, die Situation sachlich-objektiv darzulegen, um den Schlierseer Bürgern eine fundierte Meinungsbildung zu ermöglichen. Vielleicht lädt Herr de Alwis die genannten Fachleute, den Gemeinderat und engagierte Bürger zu einem Dialog ein. Miteinander reden ist immer eine gute Sache.

Leserbrief Maria Faltermann 12.12.2023

Zur laufenden Berichterstattung und Leserbriefdebatte übers Bürgerbegehren zum Schlierseer Hof.

Die von Frau Horn zitierten Menschen, „die bereits den größten Teil ihres Lebens hinter sich haben“, als Zukunftsverhinderer von jungen Schlierseern zu bezeichnen und ihnen damit so wenig Urteilsvermögen zuzutrauen, zeugt von wenig Wertschätzung. Und sind es nicht vielleicht gerade diese sogenannten Verhinderer, warum sich Schliersee noch seine Urtümlichkeit und Schönheit bewahren konnte? Dies wird im Übrigen auch von den jungen Einheimischen sehr geschätzt. Frau Horn wäre überrascht, was von ihnen als zukunftssicher für Schliersee angesehen wird. Da stehen bei den meisten eher Umweltschutz, Nachhaltigkeit und „sanfter“ Tourismus auf der Agenda, als ihre Chancen auf ein das Ortsbild ungünstig dominierendes Hotel zu setzen. Vielleicht fehlen auch einfach die Argumente, wenn Alte gegen Junge und Neubürger gegen Alteingesessene ausgespielt werden sollen? Als Schlierseerin, die schon immer hier lebt, befürworte ich die Bürgerinitiative „Schliersees Schönheit bewahren – kein Megahotel am See“ voll und ganz. Ich halte so ein überdimensioniertes Hotel in der aktuell beabsichtigten Form und Größe am Seeufer einfach nicht mehr für zeitgemäß. Es verwundert mich, wenn Kritiker von Falschmeldungen sprechen. Schließlich wird die Bürgerinitiative doch sogar von Gemeinderäten aus drei Parteien unterstützt. Die Fotomontage des geplanten Hotels wurde von einem Architekturbüro anhand der in der öffentlichen Gemeinderatssitzung vorgestellten Daten maßstabsgetreu visualisiert. Zudem möchte ich auf den Brief des Vorstands vom Architekturforum Miesbacher Kreis an den Markt Schliersee verweisen. In diesem wird das Ansinnen der Bürgerinitiative in vollem Umfang geteilt – zu finden unter www.buergerentscheid-schliersee.de unter der Rubrik „Presse“. Und gerade weil sich inzwischen Fronten in der Bevölkerung bilden, soll es mit Hilfe dieses Bürgerbegehrens einen Bürgerentscheid geben. Damit die Schlierseer, egal ob jung oder alt, gemeinsam entscheiden können, wofür sie stehen.

Leserbrief Schutzgemeinschanschaft Tegernseer Tal vom 11.12.23, Miesbacher Merkur

Gigantomie am Schliersee

Ein Megahotel direkt am Seeufer in Schliersee, ein Gebäude von 90 Metern Länge und einer Höhe von fast 24 Metern. Länger als jedes bisherige Gebäude im Ort, deutlich höher als das Kirchenschiff der nahe gelegenen Sixtus-Kirche. Dazu eine Seeterrasse, deren Beschallung bei Veranstaltungen man wahrscheinlich am anderen Seeufer noch hören wird. Das ist die Planung im Nachbartal – kommen uns diese Symptome nicht bekannt vor? Erfreulicherweise hat sich in Schliersee eine Bürgerinitiative gebildet, die diesen massiven Eingriff in das zentrale Ortsbild – in Nachbarschaft von 14 Baudenkmälern – durch ein Bürgerbegehren in eine raumverträgliche Sanierungs- oder Neubauplanung umwandeln möchte. Wir wünschen der Bürgerinitiative viel Erfolg. Zudem hoffen wir, dass auch der Aspekt „Lärm“ berücksichtigt wird, dessen Zunahme wahrscheinlich am See lebende, brütende oder überwinternde Vögel vergrämen kann. Angela Brogsitter-Finck, Vorsitzende

Leserbrief Monika Mangold, Leserbrief vom 03.11.2023, Miesbacher Merkur

Gibt es eine Vision

Zupackender Mut für Erhalt der Heimat ist gefragt; Antwort auf den Leserbrief von Margarita Horn, 27. Oktober. Ja, ein schönes modernes Hotel am See ist eine feine Sache für Schliersee. Es sollte zum Ortsbild passen und sich in die Landschaft einfügen. Hotelbausünden der letzten Jahrzehnte, wie man sie andernorts sieht, muss Schliersee nicht wiederholen. Ich war auch in der Gemeinderatssitzung. Wenn ich mich recht erinnere, hat das jetzige Hotel straßenseitig eine Dimension von 30 Metern, der geplante Bau aber stolze 90 Meter. Und es würde auch deutlich höher. Also nicht ein bisschen größer, sondern wuchtig. Dazu kommt, dass ein Teil auf öffentlichem Grund stehen würde. Es wurde nicht gesagt, ob der Bauherr den Grund vorher kauft. Interessant war zu hören, dass bei einem Jahrhunderthochwasser der untere Teil der Tiefgarage geflutet werden soll. Oha! Ich stelle mir die Frage, was das „begehrenswerteste Hotel Deutschlands“ bringt, wenn es im Ort drumherum „dodlt“. Frau Horn meint, Stillstand wäre Rückschritt, und das Paradies soll doch zukunftssicher gemacht werden. Das würde ich sofort unterschreiben, aber gibt es im Rathaus eine Vision, wie sich der Ort in die Zukunft entwickeln soll? Es wäre vermutlich klug, das Bauvorhaben Schlierseer Hof nicht als einzelnes Projekt zu betrachten, sondern es mit der Entwicklung einer ansprechenden Dorfmitte zu kombinieren. Geschäfte zum Flanieren, eine einladende Gastronomie (Biergarten?) und eine begrünte Fußgängerzone mit Bankerl zum Verweilen. Dort, wo jetzt die Schule steht, könnte eine Art Gemeindehaus mit Café stehen. Etwas, das – wie Frau Horn schreibt – die früher so zerstrittenen Schlierseer als Gemeinde a bisserl zusammenrücken lässt. Wie heißt es so schön: Eine Veränderung, die keine Verbesserung bringt, ist eine Verschlechterung. Monika Mangold, Schliersee

Leserbrief Hermann Leitner, Leserbrief vom 20.10.2023, Miesbacher Merkur

Überdimensionierte Baukörper

Daniel Krehl: Der Bauherr macht beharrlich Tempo; 21. September. Ein Hotel ja, aber nicht in diesem ortszerstörerischen Ausmaß! Liebe Schlierseer und die, die ihren Ort und ihre Heimat schätzen: Ein gutes Hotel hängt nicht von den hundert Zimmern ab, die der Bauherr fordert, sondern von seiner Qualität und der Führung. Bemerkenswert und schützenswert ist bei uns die Landschaft und der gewachsene Ort, und den lassen wir uns nicht durch eine irrsinnige Baumaßnahme zerstören. Wir brauchen wirklich kein Gebäude fünf Stockwerke hoch plus Dachgeschoß an einer Seebucht, die an landschaftlichem Reiz nicht zu überbieten ist. Selbst wenn die Beton-und Metallkonstruktion mit unbehandelter Lärche verkleidet wird, bleibt es ein nicht akzeptabler, überdimensionierter Baukörper für den Ort Schliersee. Nun wird’s höchste Zeit, dass wir Schlierseer Einspruch erheben, um einen irreparablen Schaden von unserem schönen Ort abzuwenden. Ein maßstabgetreues Modell öffentlich ausgestellt, wäre hierfür sinnvoll.

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